Hochrangige Delegation aus Sachsen-Anhalt hat am 18. April die Medizinische Fakultät besucht

23 April 2024

Am 18. April hat eine hochrangige Delegation aus Sachsen-Anhalt unter der Leitung des Ministerpräsidenten, Herrn Dr. Reiner Haseloff die Medizinische Fakultät besucht.

Der Delegation gehörten Vertreter der Kassenzahnärztlichen Vereinigung des Landes Sachsen-Anhalt (KZV LSA), mit der Leitung des Vorstandsvorsitzenden, Herrn Dr. Jochen Schmidt an. Ziel des Besuches war die Medizinische Fakultät der Universität Pécs kennenzulernen und über eine mögliche Erweiterung des Stipendiaten Programms zu sprechen, um die Zahnärztemangel in Sachsen-Anhalt zu beheben.

In den Morgenstunden begrüßten der Rektor unserer Universität, Herr Dr. Attila Miseta und der Dekan der Medizinischen Fakultät, Herr Dr. Miklós Nyitrai die Delegation im neuen Gebäude der Zahnklinik. Die erst 2022 eröffnete Zahnklinik gehört eng zum Campus der Medizinischen Fakultät und verfügt über 61 Behandlungseinheiten.

Die Gäste aus Deutschland wurden vom Lehrstuhlleiter der zahnmedizinischen Ausbildung und der Zahnklinik, Dr. Ákos Nagy, sowie Fachärztin der Zahnklinik, Dr. Beáta Benke durch die Ausbildungsstätten und die Zahnklinik geführt. Die Führung endete im hochmodernen medizinischen Simulationszentrum (MediSkills Lab) mit über 100 voll ausgestattenen Behandlungseinheiten für die zahnärztliche Simulationslehre.

Anschließend folgte ein Treffen mit den Stipendiaten der KZV-LSA. Seit 2022 unterstützt die Vereinigung jährlich 12 Studienwillige mit einem vollen Studienstipendium. Die motivierten jungen Frauen und Männer studieren im Rahmen des Nachwuchsprogramms und werden nach Abschluss in Sachsen-Anhalt als ZahnärztInnen tätig.

Der Ministerpräsident, Herr Dr. Reiner Haseloff fasste die Erfahrungen des Besuchs wie folgt zusammen:

Die Studierenden fühlen sich hier offensichtlich sehr wohl. Sie werden von der Kassenzahnärztlichen Vereinigung und der Universität bestens betreut, tauschen sich mit jungen Menschen aus anderen Nationen aus, lernen eine neue Kultur und Sprache kennen und führen ein abwechslungsreiches Studentenleben in einer lebendigen und kulturträchtigen Stadt. Wenn sie nach ihrem Studium nach Sachsen-Anhalt kommen, um dort die zahnmedizinische Versorgung zu unterstützen, bringen sie nicht nur eine exzellente Ausbildung, sondern auch eine gereifte Persönlichkeit mit. Das ist eine echte Bereicherung für unser Bundesland.

Begleitet wurde der Ministerpräsident vor seiner Gattin, Frau Dr. Gabrielle Haseloff, die selbst bis 2015 als Zahnärztin in Wittenberg eine eigene Praxis leitete.

Der letzte Programmpunkt der Delegation war die Besprechung über eine mögliche Ausweitung des Nachwuchsprogramms mit dem Prodekan für Bildung, Dr. László József Czopf, und dem Leiter des deutschsprachigen Programms, Dr. Péter Than, sowie der Leitung der Klinik für Zahnmedizin und Mundchirurgie statt.

KZV-Vorsitzender Dr. Jochen Schmidt äußerte sich im Anschluss des Gesprächs:

Der Bedarf an Zahnärzten in Sachsen-Anhalt ist bereits sehr hoch und wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Vor diesem Hintergrund ist unsere Kooperation mit der Universität in Pécs im Rahmen unserer Initiativen zur Nachwuchsgewinnung ein wichtiger Baustein, um dem Zahnärztemangel entgegenzuwirken. Als Ministerpräsident Reiner Haseloff 2022 die politische Schirmherrschaft für das Programm übernommen hat, war das bereits ein wichtiges Zeichen. Wenn die Landesregierung nun zusätzliche Mittel bereitstellt, um die bestehenden Nachwuchs- und Stipendienprogramme auszuweiten, wäre das ein enorm wichtiger Schritt, um künftig die zahnärztliche Versorgung für viele Menschen im Land sicherzustellen. Ich hoffe sehr, dass der positive Eindruck, den wir in Pécs gewonnen haben, zur schnellen Umsetzung dieser politischen Initiative beiträgt.

Nach dem interessanten und nützlichen Besprechungen schauen wir positiv auf die zukünktige Zusammenarbeit mit dem Land Sachsen-Anhalt und der Weiterführung der jetzt schon laufenden Kooperation mit der KZV-LSA.

Fotos:

Dávid VERÉBI, Abteilung für Technische Unterstützung des Studiums

Csilla CZIMONDOR, Deutsches Bewerbungs- und Studentenservice Büro