Institut für Physiologie

Forschung

Endre Grastyán Verhaltensphysiologische Forschungsabteilung

Forschungsgruppe der Motivation und Lernensprozessen, (Leiter: Prof. Dr. László Lénárd)

Das Ziel der Forschungen ist die Untersuchung der Rolle der Monoaminen und Neuropeptide in den Mechanismen des Hungers, der Sättigung, und in der Regulation der Lern- und Verstärkungs- und Gedächtnisvorgänge. In verschiedenen Verhaltensparadigmen (Open Field, aktiver und passiver Vermeidungstest, Elevated-Plus-Maze Test (kreuzförmiges Labyrinth), konditionierter Ortspräferenz-Test, Morris-Wasserlabyrinth, operante Konditionierung des Hebeldrucks) sind die Wirkungen der orexigenen und anorexigenen Peptiden (Orexine, RF-amide und Bombesin-Peptidfamilie) und anderer in der Verstärkung wichtigen Neuropeptiden untersucht. Die Wirkungen der Dopamin-, Noradrenalin-, Serotonin-, und Neuropeptid-Interaktionen sind auch erforscht. Die experimentelle Ergebnisse dienen zum besseren Verständnis des hungermotivierten und addiktiven Verhaltens, und der Vorgängen der Gedächtniskonsolidierung.

 

 

Forschungsgruppe der Homöostatischen Regulation; (Leiter: Prof. Dr. Zoltán Karádi)

Das Forschungsprogramm enthält vielfachen neurophysiologischen Experimenten zur Charakterisierung der funktionalen Fähigkeiten des glucose-monitorisierenden (GM) Neuronennetzwerks, das in der Regulation der Ernährung, des Körpergewichts und Stoffwechsels grundlegend ist. Extrazelluläre Ableitung der Einzelneuronen, neurochemische-biochemische und Verhaltensuntersuchungen sind durchgeführt, in Laborratten und in Rhesus-Affen, die mit Menschen phylogenetisch nah verwandt sind. Die Zielarealen der Experimenten sind limbische Vorhirnstrukturen, in denen wir die homöostatische Bedeutung der GM-Neuronen erleuchten wünschen. Die erfolgreiche Durchführung des Programms dient zum besseren Verständnis der zentralen Regulierung der Ernährung und des Stoffwechsels, und der (heutzutage in der ganzen Bevölkerung immer mehr bedeutend werdende) Erkrankungen, die wegen der pathologischen Änderung dieser Funktionen auftreten (Obesität, Diabetes Mellitus, usw.).

 

 

 

Neuroendokrinologische Forschungsgruppe; (Leiter Dr. Ábrahám István)

Mit der Hilfe von Immunhistochemie, Calcium Imaging, Einzel-Zellen Electrophysiologie, Live-Cell Einzelmolekül Erkennung, transgener Technologie und Verhaltenstesten nachforscht unsere Forschungsgruppe die Rolle und das Mechanismus von non-classischen rapid Estrogenwirkungen an Neuronen im Gehirn. Die Ergebnisse stellen neue Informationen über östrogenbedingte neuroprotective Effecte und Östrogen Wirkungen an die neuronale Regulation von Fertilität zur Verfügung.

 

 

Forschungsgruppe der Human Elektrophysiologie; (Leiter Dr. Gábor Jandó)

In unserem Labor sind wir am visuellen System, besonders am Binokularsehen interessiert. Wir verwenden psychophysische Methoden, visuell evozierte Potenziale (VEP) und funktionelle Kernspintomographie um die kortikale Mechanismen und Entwicklung des Binokularsehens bei Erwachsenen und Kleinkinder zu untersuchen. Ein wichtiger klinischer Aspekt unserer Untersuchungen ist die Fehlentwicklung der binokularen Sicht (Amblyopie) und ihre Prävention durch Screening Methoden.

 

 

Forschungsgruppe der Visuellen Physiologie; (Leiter: Dr. Péter Buzás)

In unserer visuellen Wahrnehmung werden Position, Bewegung, Form und Farbe der Objekte auf natürlicher Weise zu einem einheitlichen Bild der Welt verschmolzen. Die unterschiedlichen Aspekte des auf die Netzhaut projizierten Bildes verarbeitet das Gehirn jedoch in anatomisch und funktionell separaten, parallelen Nervenbahnen. In unserer Forschungsarbeit sind wir vor allem an Anatomie, Physiologie und Entwicklungsgeschichte der im Farbensehen und in der Stereopsis beteiligten Neuronnetzwerken interessiert. Dabei verwenden wir die Methodik der Morphologie (Farbstoffmarkierung von Neuronverbindungen, Immunzytochemie), Elektrophysiologie und funktionell bildgebende Verfahren (optical imaging).

 

Publikationen

 

Prof. Dr. Lénárd László

Prof. Dr. Karádi Zoltán

Dr. Ábrahám István

Dr. Jandó Gábor

Dr. Buzás Péter