Die Geschichte der Medizinischen Fakultät

Die Geschichte der Universität und der Fakultät

Auf dem Gelände der Universität von Pécs stand bereits zu Zeiten der pannonischen keltischen Stämme eine von Mauern und Wassergräben umgebene Burg. In der Römerzeit war Sopianae der Name der Stadt, die während der Regierungszeit von Traian (98-117) gebaut wurde. Es wurde die Hauptstadt von Niederpannonien unter Diokletian (284-305). Die freigelegten römischen Überreste zeugen von einer großen und schönen Stadt. Die unterirdischen Krypten sind Relikte der christlichen Römerzeit. Im dritten Jahrhundert war Sopianae eine der acht Siedlungen in Pannonien, die eine Pfarrkirche hatten. Die Stadt, die von der Donau, der Save und den Alpen begrenzt wurde, wurde unter Konstantin (306-337) eine bischöfliche Domstadt.

Während der ersten Jahrhunderte des Christentums spielte Sopianae eine wichtige Rolle bei der Verbreitung der christlichen Botschaft, die schließlich die Welt umfasste. Später fegten die Hunnen von Attilas und die Armeen von mindestens sechs Nationen über diese Region, dann ließen sich christliche Südslawen hier nieder. Ende des 8. Jahrhunderts vertrieb Kaiser Karl der Große (768-814) die Agars, und um 865 weihte Liupran, das Episkopat von Salzburg, eine Kirche am Fuße der Mecsek Gebirge ein. Die Aufzeichnungen dieser Kirche enthalten den Ausdruck "ad Quinque (martirum) basilicas". Das war vermutlich der Ursprung des Namens "Quinque Ecclesiae"; "Fünfkirchen" auf Deutsch und Pécs auf Ungarisch, was vom slawischen Wort "pety" stammen könnte, was fünf bedeutet.

Im Jahr 1000 gründete König Stephan einen Bischofssitz in der Stadt, der von da an zu einer Bastei der mittelalterlichen ungarischen christlichen Kultur wurde.

Die im Zeitalter der Árpáden gegründete und mehrfach umgebaute Kathedrale ist eine der schönsten neoromanischen Kirchen Europas. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Pécs zur, einer der größten und wichtigsten Städte des Landes. König Ludwig der Große (1342-1382) hat nicht nur seine militärischen Pläne von hier geleitet, sondern er erfüllte auch seine Mission, Kultur zu verbreiten von hier. 1367 gründete er die erste ungarische Universität - auf den Spuren seines Vaters Charles I. Robert und nach den Absichten des großen italienischen Dichters Petrarca -, die ungefähr zur gleichen Zeit wie die anderen berühmten, noch existierenden mitteleuropäischen Universitäten in Prag, Krakau und Wien eröffnet wurde. Die intellektuelle Grundlage für die Gründung der Universität bildeten Hunderte ungarischer Absolventen, die ihr Studium hauptsächlich an italienischen Universitäten abgeschlossen hatten und Rektoren und berühmte Professoren an die beiden bekanntesten italienischen Universitäten (Bologna und Padua) gaben. Die finanzielle Basis wurde durch den Reichtum Ungarns zur Zeit der Anjou-Könige gesichert. Pécs war eine der Lieblingsresidenzen unserer Könige, z. König Ludwig der Große und König Matthias Corvinus. Kein Wunder, dass der große Monarch Suleiman I., Osmanischer Sultan, die Stadt als "Paradies auf der Erde" bezeichnete.

der Fakultät

Der Rechtsvorgänger der Universität Pécs, die Medizinische Universität Pécs, hat von dem 1. Februar 1951 bis zum 31. Dezember 1999 als selbstständige Institution funktioniert. Der historische Vorläufer der Medizinischen Universität Pécs, die Elisabeth (Erzsébet) Universität ist am 7. Juni 1912 in Preßburg gegründet worden. Die medizinische Fakultät dieser Universität hat am 14. April 1918 seine Tätigkeit begonnen. Die Universität und die Fakultät mussten im folgenden Jahr aus der Stadt fliehen, und nur nach einem fünf Jahre langen Irren in der Hauptstadt, haben sie Ihren endgültigen Sitz in Pécs gefunden. Offiziell begann der Unterricht an den drei Fakultäten mit der feierlichen Eröffnung am 14. Oktober 1923. Die Hälfte der Professoren waren Akademiker. Die im Jahre 1923 gegründete vierte Fakultät, die Evangelische Rechtswissenschaftliche Fakultät hatte ihren Sitz in Sopron.

Im ersten Vierteljahrhundert (1923-1947) und später in den darauffolgenden Dritteljahrhundert haben an der medizinischen Fakultät der Elisabeth Universität in Pécs zahlreiche berühmte und angesehene Professoren, wie Bakay, Heim, Entz, Mansfeld, Imre, Zechmeister, Melczer, Császár, Környey, Kerpel, Lissák, später Ernst, Cholnoky, Oravecz, Donhoffer, Schmidt, Kudász, Szentágothai, Romhányi oder Grastyán unterrichtet.

Die ersten großen umfassenden Entwürfe zur Entwicklung sind 1950 fertiggemacht. Das Ergebnis dieser Bestrebung ist der Block der 400-Betten-Klinik (1966) und das Hauptgebäude (1970) der Universität.

Die Erweiterung des Gebäudebestandes schuf die Voraussetzung dafür, die Ausbildung der Zahnärzte mit 25 Studenten im Studienjahr 1973/1974 anlaufen zu lassen. Zehn Jahre später, im Jahr 1986 wurde der englischsprachige Studiengang mit 36 Studenten aus mehreren verschiedenen Ländern eingerichtet. Die Medizinische Universität spaltete sich mit der Gründung der Fachhochschule für das Gesundheitswesen im Jahre 1990 in zwei Fakultäten. Am 1. Januar 2000 vereinigte sich die Medizinische Universität mit der Janus Pannonius Universität und mit der Illyés Gyula Pädagogischen Fachhochschule in Szekszárd, und entstand die Universität Pécs mit 10 verschiedenen Fakultäten.

Die Geschichte der theoretischen Gebäude der Fakultät

Die Errichtung der unabhängigen ungarischen militärischen Truppe wurde von einem Gesetz im Jahre 1868 vorgeschrieben. Es bestand ein wesentlicher Mangel an Offizieren in Ungarn und die einzige Offizier-Kadettenanstalt Ungarns, die Akademie Ludovika konnte einfach keine ausreichende Menge von Offizieren ausbilden. Der Mangel an Offizieren war am Ende des Jahrhunderts um 1000 Personen, deshalb sollten nach einem Gesetz von 1897 sollten weitere drei Kadettenschulen errichtet werden. Als Möglichkeit für die Errichtung der Kadettenschulen sind drei Städte: Pécs, Sopron und Nagyvárad aufgetaucht. Der berühmteste Architekt der damaligen Zeit, Ignác Alpár wurde beauftragt den Plan der Kadettenanstalt zu entwerfen.

Für die Bauarbeiten der Kadettenanstalt hat die Stadt Pécs ein 20 Joch großes Gebiet bestimmt neben der Straße Szigeti. Der Preis des Grundstückes hat die Stadt und der Staat gemeinsam bezahlt, die Bauarbeiten wurden vom Staat bezahlt.

Das dreistöckige, E- förmige Gebäude wurde im neobarocken Stil der Szigeti Straße entlang für 400 Studierende mit 160 Räumlichkeiten erbaut: im Erdgeschoss gab es Speisesäle, einen Ballsaal, eine geräumige Halle, einen Turnsaal (das Schwimmbad war im Keller zu finden), einen Lesesaal, einen Fechtsaal und einen Saal für Scheibenschießen. Die Klassenzimmer befanden sich im ersten Stock, in dem zweiten und dritten Stock die Schlafzimmer der Zöglinge, jeweils mit 20-30 Betten, der Versammlungssaal und die Kapelle. Auf der rechten Seite des Hauptgebäudes wurde noch ein Wohngebäude errichtet für die Offizieren und ihre Familien errichtet, und dann weiteren Nebengebäuden, wie die Waschküche, Abstellräume und der Arrest wurden auch erbaut.

Die Kadettenanstalt wurde binnen eines Jahres bis zum August 1898 erbaut.

1918 wurde die Kadettenschule in den nördlichen Teil des Landes umgesiedelt, und kehrte erst 1922 nach Pécs zurück. Ihr Name veränderte sich häufig aus politischen und nationalen Gründen. 1956 wurde die Kadettenanstalt mit all ihren Nebengebäuden der Medizinischen Universität Pécs übergeben. Damals wurde die Medizinische Universität POTE genannt, und funktionierte unabhängig von der Universität Pécs. Erstens wurde die 400-Betten Klinik an der nördlichen Seite erbaut, und im Jahre 1965 das Hauptgebäude mit den theoretischen Instituten nach den Plänen von Pál Bosnyák. Das ehemalige neobarocke Hauptgebäude hat ein flaches Dach bekommen, seinen Grundriss wurde Rechteck förmig, und wurde zu einem modernen Gebäude umgestaltet.

Im November 1970 wurde der Umbau des erneuerten Gebäudes beendet, das als Hauptgebäude der POTE und ab 2000 der Medizinischen Fakultät der Universität Pécs funktioniert in Szigeti Straße 12.