Spannend, spielerisch und praxisnah – Interaktiver Biochemie Workshop an der Medizinischen Fakultät in Pécs

19 Oktober 2026

Lisa Kremonke, Medizinstudentin im fünften Studienjahr und Biochemie Demonstratorin
konzipierte und leitete den interaktiven Biochemie-Workshop, der am 9. Oktober an der
Medizinischen Fakultät in Pécs stattfand. Nach dem Vorbild von Escape-Room-Spielen lösten die Studierenden dabei Schritt für Schritt verschiedene biochemische Aufgaben.
Auf spannende- und praxisnahe Weise vertieften sie so ihr Wissen über Stoffwechselprozesse.

Im Mittelpunkt des Workshops stand ein fiktiver Notfall. Die Studierenden mussten herausfinden, was den lebensbedrohlichen Zustand des Patienten verursachte, und später entscheiden, welche medizinischen Maßnahmen erforderlich waren. Ziel dabei war es ihnen zu verdeutlichen, welche wichtige Rolle Stoffwechselprozesse bei der Erkennung und Behandlung von Erkrankungen und Vergiftungen spielen. Neben der Anwendung ihres Fachwissens konnten die Teilnehmenden auch ihre Fähigkeiten in Teamarbeit, effektiver Kommunikation und gemeinsamer Problemlösung erproben.

Bei der Untersuchung des Falls mussten die Studierenden mehrere Stationen durchlaufen, an denen Aufgaben und Rätsel zu verschiedenen biochemischen Prozessen auf sie warteten. Jede Station enthielt neue Hinweise, die dem Team halfen zur nächsten Aufgabe überzugehen und eine Diagnose zu stellen. So kamen sie der tatsächlichen Ursache des Zustands des Patienten Schritt für Schritt näher: einer Cyanidvergiftung.

Durch die korrekte Interpretation der biochemischen Zusammenhänge konnten die Studierenden das passende Gegenmittel auswählen und aus der Apotheke beschaffen, wodurch sie das Leben des Patienten retteten. Die Wirkung von Cyanid auf die mitochondriale Atmungskette veranschaulichte besonders eindrucksvoll, wie eng biochemische Prozesse mit klinischen Symptomen und medizinischen Entscheidungen verknüpft sind.

Der Workshop bot den Studierenden die Möglichkeit, das theoretisch erworbene Wissen in einer Umgebung anzuwenden, die eine realitätsnahe klinische Situation simulierte. Der spielerische Ansatz sorgte für ein spannendes und motivierendes Lernerlebnis, das Neugier, selbstständiges Denken und kreatives Problemlösen förderte.

Darüber hinaus konnten die Teilnehmenden die Bedeutung der Teamarbeit im medizinischen Alltag erfahren. Denn für eine erfolgreiche Lösung war es notwendig, Ideen auszutauschen, klar zu kommunizieren, Hinweise gemeinsam auszuwerten und das Wissen der einzelnen Teammitglieder miteinander zu verbinden.

Am Ende des Escape-Room-Spiels besprachen die Studierenden ihre Fragen und wiederholten die wichtigsten biochemischen Zusammenhänge.

Die fachliche Leitung des Workshops übernahm Dr. Anikó Takátsy, Dozentin am Institut für Biochemie und Medizinische Chemie der Medizinischen Fakultät der Universität Pécs.

Gallerie:

Fotos:

Anna Böhm