An der Klinik für Kardiologie des Klinischen Zentrums der Universität Pécs wird landesweit die größte Anzahl einer speziellen Gefäßerweiterungsoperation durchgeführt, mit der Patienten geholfen werden kann, deren verkalkte Blutgefäße mit herkömmlichen Methoden nicht ausreichend erweitert werden können. Fachleute aus mehreren europäischen Ländern zeigen Interesse an diesem Verfahren, das zuletzt in Csíkszereda vorgestellt wurde. Auf Anfrage der Firma Abbott übernimmt Dr. Attila Kónyi, Universitätsdozent und Leiter der Herzschrittmacher-Arbeitsgruppe der Herzklinik in Pécs, die Leitung und Überwachung der Eingriffe.
Abbott Laboratories ist ein führendes amerikanisches multinationales Medizintechnik- und Gesundheitsunternehmen, das sich auf medizinische Geräte, Diagnostik, Ernährung und Marken-Generika konzentriert und in zahlreichen Bereichen der Herz-Kreislauf-Medizin weltweit eine Vorreiterrolle einnimmt. Das Unternehmen hat ein Gerät entwickelt, das eine diamantbeschichtete Krone zur Reinigung verkalkter Blutgefäße enthält und eine schnelle, elliptische Bewegung im Inneren des Gefäßes ausführt. Es ist in der Lage, Ablagerungen in kleine, mikrometergroße Partikel zu zerkleinern, die im Zuge der Mikrozirkulation ausgespült werden und somit keine Embolie verursachen; außerdem kann es die gesamte Plaque aufbrechen und so den betreffenden Gefäßabschnitt wieder elastisch machen.
„Diese Operation wird in Fällen angewendet, in denen die Blutgefäße stark verkalkt sind und herkömmliche Methoden nicht zum Ziel führen. Die sogenannte „orbitale Atherektomie“ ist eine Form der Koronarplaque-Modifikationsverfahren. Ihren Namen verdankt sie der Tatsache, dass sich das Reinigungsinstrument nicht bohrerartig im Gefäßinneren bewegt, sondern exzentrisch, also auf einer orbitalen (kreisförmigen) Bahn. Den bisherigen Daten zufolge ist die Methode sehr wirksam und sicher. Da unsere Klinik seit 2023 die meisten Eingriffe dieser Art in Ungarn durchführt, hat mich Abbott gebeten, die Eingriffe hierzulande und in Europa zu proktoriieren. „Das Programm ist vor einigen Monaten angelaufen; bisher war ich in Zalaegerszeg, Kaposvár und in Rumänien, in Csíkszereda, in Zentren, in denen diese Methode bisher noch nicht angewendet wurde“, erklärte Dr. Attila Kónyi, Universitätsdozent und Leiter der Herzschrittmacher-Arbeitsgruppe der Klinik für Kardiologie in Pécs.
Er betonte: Die Anwendung des Verfahrens an sich ist nicht kompliziert, doch sind die Feststellung der richtigen Indikation und die optimale Patientenauswahl von entscheidender Bedeutung. Vor jedem Eingriff wird ein detaillierter Operationsplan erstellt, und bei den ersten Fällen wird ein erfahrener Proktor hinzugezogen, der vor der Operation die Voruntersuchung des Patienten überprüft und eine Empfehlung für die geeignete Strategie abgibt.
Dr. Attila Kónyi reist noch in diesem Halbjahr nach Kecskemét und Győr und voraussichtlich in weitere europäische Länder, da viele Fachärzte Interesse an dieser Operationsmethode zeigen.

Fotos:
Dr. Attila Kónyi