Das Team der Medizinischen Fakultät der Universität Pécs gewann die Bronzemedaille bei einem der bekanntesten internationalen Rettungsdienstwettbewerbe der Welt

9 Juni 2026

Studierende der Medizinischen Fakultät der Universität Pécs belegten den dritten Platz beim internationalen Notfall- und Rettungswettbewerb „Rallye Rejvíz 2026“, der vom 27. bis 31. Mai in Tschechien stattfand. Die Teilnehmer aus Pécs konnten in der Kategorie der Medizinstudenten MUC (Medicinae Universae Candidatus), die aus 14 Teams bestand, als erste ungarische Teilnehmer ihr Wissen mit ihren ausländischen Konkurrenten messen.

Die Rallye Rejvíz ist einer der weltweit bekanntesten internationalen Rettungswettbewerbe, bei dem Fachkräfte aus den Bereichen Notfallversorgung und Rettung seit fast drei Jahrzehnten ihr Können unter Beweis stellen können. Wie auf der Website zu lesen ist, zielen die Wettbewerbssituationen darauf ab, ein möglichst realistisches Erlebnis zu bieten, während sie das Wissen, die Entscheidungsfähigkeit und die Teamarbeit der Teilnehmer mit fachlich anspruchsvollen Situationen auf die Probe stellen.

Der Wettbewerb, der in diesem Jahr zum 29. Mal stattfand, wurde 1997 in Jeseník (Tschechien) im Rahmen einer Rettungsdienstkonferenz anlässlich des 20-jährigen Bestehens des örtlichen Rettungsdienstes ins Leben gerufen. Seitdem hat es sich zu einem der bedeutendsten internationalen Fachwettbewerbe im Bereich der prähospitalen Notfallversorgung entwickelt.

Neben mehreren ungarischen Teams konnten bei dem Wettbewerb auch Studierende der Medizinischen Fakultät der Universität Pécs ihr Wissen unter Beweis stellen, und zwar in der Kategorie MUC. RR (Medicinae Universae Candidatus), in der sich Studierende im vierten, fünften und sechsten Studienjahr der medizinischen Ausbildung miteinander messen konnten. Insgesamt kämpften 14 Teams um den Sieg, wobei die Studierenden aus Pécs den dritten Platz belegten. (Zählt man alle Wettbewerbskategorien zusammen, so nahmen laut der Website der Veranstaltung insgesamt 137 Teams an dem internationalen Wettbewerb teil.)

Die Teammitglieder – Anetta Tóth, Eszter Bodrogvári und Levente Blakney – erklärten, sie seien besonders stolz darauf, als erstes ungarisches Medizinstudenten-Team in dieser Kategorie teilgenommen zu haben. Während der Aufgaben mussten sie sich in komplexen Notfallsituationen und im prähospitalen Bereich bewähren, die ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz, schnelle Entscheidungsfindung und effektive Teamarbeit erforderten.

Während der Rallye erhielten die Teilnehmer über eine eigens für den Wettbewerb entwickelte App Alarmmeldungen und machten sich daraufhin auf den Weg zu verschiedenen Orten in den umliegenden Ortschaften. Zu den simulierten Situationen gehörten beispielsweise eine doppelte Herz-Lungen-Wiederbelebung, die Versorgung eines Patienten mit einer Sepsis, die Behandlung von Vergiftungsfällen, die Untersuchung eines misshandelten Kindes, die telefonische Einsatzleitung sowie die Bewältigung von Massenunfällen.

Neben den Medizinerstudenten aus Pécs konnten sich auch mehrere andere ungarische Teams erfolgreich behaupten: Das Team der Einsatzpolizei belegte den 3. Platz, während die Teams des Nationalen Rettungsdienstes, der „Magyar Légimentő Nonprofit Kft.“ sowie der PTE ETK ebenfalls mit hervorragenden Ergebnissen nach Hause zurückkehren konnten.

Der Wettbewerb stellte nicht nur eine fachliche Herausforderung dar, sondern bot auch eine hervorragende Gelegenheit zum Aufbau internationaler Kontakte. Im Laufe der fünf Tage entstanden neue berufliche Kontakte und Freundschaften, und die Veranstaltung endete traditionsgemäß mit einer spektakulären Rettungswagenparade, bei der fast 70 Rettungswagen durch die umliegenden Ortschaften rollten.

Quelle:

MediSkillsLab (Facebook)

Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Pécs (Facebook)

Offizielle Webseite von Rallye Rejvíz

Fotos:

Mátyás Solténszky 

Medical Skills Education and Innovation Centre