Das 3D Printing & Visualisation Centre der Universität Pécs ist mit zwei modernen dreidimensionalen Drucker reicher geworden. An der Presseveranstaltung vom 25. April wurde mitgeteilt, dass die neuen Drucker mit Laserstrahlen flüssigen Kunstharz erhärten. Dies ist eines der meist kosteneffizienten und modernsten Verfahren in der Weld der 3D-Drucker. Mit den neuen Instrumenten können unter anderem auch Zahnfleisch- und Zahnbogen-Modelle, zahnmedizinische chirurgische Bohrschablone, zahnärztliche Kronen und Brücken bzw. Zahnregulierungen und Aufbissschienen angefertigt werden, mit denen die zahnmedizinische Ausbildung unterstützt werden kann.
Der Drucker Rapidshape D20+ 3D, von dem die Universität Pécs zwei Stück geschenkt bekommen hat, arbeitet mit der sogenannten DLP (digital light processing)-Technologie. Das Wesen dieser Technologie besteht darin, dass der Laserstrahl anhand der Querschnitt-Geometrie des Modells das flüssige Kunstharz Material Schicht nach Schicht erhärtet. Nach dem Drucken folgen die Endbearbeitungen, wessen wichtige Elemente sind das Waschen im Alkohol, um die Überbleibsel von Kunstharz vom Modell zu entfernen bzw. die Nachbearbeitung in einer UV-Kammer, wodurch das Modell ihre endgültige Härte erreicht.
Der größte Vorteil von diesem Drucker ist, dass er mit zahlreichen Typen von Grundstoffen angewendet werden können, wie zum Beispiel mit biokompatiblen Stoffen und mit solchen flüssigen Photopolymern, die nach Vernetzung nicht nur fest, sondern auch flexibel werden. Diese können die Experten bei der Herstellung von weichen Teilen der zahnmedizinischen Modelle anwenden. Früher wurde das Zahnfleisch durch Gießen aus Silikon angefertigt, jetzt können die weichen Teile mit den neuen Drucker auch ausgedruckt werden.

Andreas Schultheiss, der Generaldirektor der Firma Rapid Shape GmbH, der die Drucker gespendet hat, erwähnte, dass sie eine hervorragende Kooperation mit dem 3D Printing & Visualisation Centre der Universität Pécs führen. Ihrer Meinung nach läuft eine herausragende Arbeit im Zentrum. Deshalb dachten sie, dass sie diese Arbeit durch eine Spende von zwei Drucker aushelfen, um unmittelbar der modernen Ausbildung der Medizinstudenten beizutragen.
Dr. Attila Miseta, der Rektor der Universität Pécs bedankte sich für die Spende und fügte Folgendes hinzu: "Eine Hochschuleinrichtung darf nicht nur nach einem niveauvollen Unterricht, nach Heilung und nach Forschung streben, sondern soll auch mit der Entwicklung der Technik Schritt halten. Das 3D-Zentrum ist ein Beispiel dafür, dass wir dies nicht nur als eine Losung sagen, sonder dass wir dies auch ernst nehmen."
Der Kanzler der Universität Pécs, István Decsi fügte hinzu, dass die praxisorientierten Ausbildungen mit allen Mitteln unterstützt werden müssen, da zu einem wertvollen Diplom dies der einzige gehbare Weg ist. Er beleuchtete, dass heutzutage sogar Gebäude mit 3D-Drucker angefertigt werden, wobei dies vor einigen Jahren noch in die Sci-Fi Kategorie gehörte. Wobei im 3D-Zentrum der Universität Pécs in erster Linie zum Medizinunterricht Instrumente erstellt werden, wurden es aber schon Gliedmaßenprothesen in dieser Wissenswerkstatt angefertigt, wodurch die Zukunft der Heilung prognostiziert werden kann.

Der Wert der beiden Drucker samt Instrumenten zur Nachbearbeitung mit Alkohol und die UV-Kammer betragen um die vierzehn Millionen Forint.
Quelle:
Universität Pécs