Die im Rahmen des VITAPRIC-Projekts durchgeführte Fachtagung stellte die aktuellen Ergebnisse und Erfahrungen der ungarischen Zusammenarbeit im Bereich der Weltraumpflanzenforschung in den Mittelpunkt; auch das 3D-Zentrum der Medizinischen Fakultät der Universität Pécs war dort vertreten.
Mitarbeiter des Zentrums für 3D-Druck und Visualisierung der Medizinischen Fakultät der Universität Pécs nahmen ebenfalls an der Fachtagung des VITAPRIC-Projekts teil, bei der die am Projekt beteiligten Forscher und Experten ihre Erfahrungen austauschten und die Ergebnisse sowie die Herausforderungen der Zusammenarbeit vorstellten. Unser Zentrum wurde durch Péter Nágel und Ádám Schlégl vertreten, und auch unser Kollege Zsombor Baka war bei der Veranstaltung anwesend. Technischer Koordinator des Programms war Prof. Dr. Miklós Fári, Professor am Institut für Angewandte Pflanzenbiologie der Fakultät für Landwirtschaft, Lebensmittelwissenschaft und Umweltmanagement der Universität Debrecen.
VITAPRIC ist ein ungarisches Forschungsprojekt zur Pflanzenzucht im Weltraum, das im Rahmen des ungarischen Astronautenprogramms HUNOR in Zusammenarbeit zwischen der Universität Debrecen und der Universität Pécs durchgeführt wird. Ziel der Forschung ist es, zu untersuchen, wie Astronauten während Langzeitmissionen im Weltraum mit frischen, nährstoffreichen Pflanzen versorgt werden können. Zu diesem Zweck wurden Radieschen-, Paprika- und Weizensamen auf der Internationalen Raumstation (ISS) angebaut und untersucht, wobei die Auswirkungen der Mikrogravitation auf die Pflanzenentwicklung und die Nährstoffzusammensetzung analysiert wurden.
Forscher der Universität Pécs, darunter Experten des Zentrums für 3D-Druck und Visualisierung, waren maßgeblich an dem Projekt beteiligt. Unser Zentrum trug durch innovative technische Entwicklungen und 3D-Modellierungsaufgaben zur Forschung bei und unterstützte damit die Entwicklungen im Bereich des Pflanzenanbaus im Weltraum. Das Experiment war ein Erfolg: Die Pflanzenproben, die über ein halbes Jahr lang auf der Internationalen Raumstation untersucht worden waren, kehrten sicher zur Erde zurück, wo weitere Laboranalysen den Forschern helfen werden, die Grundlagen für die Nahrungsmittelversorgung bei langfristigen bemannten Weltraummissionen zu schaffen.
Diese kürzlich stattgefundene Fachveranstaltung bot den Projektteilnehmern eine hervorragende Gelegenheit, die bisher erzielten Ergebnisse zu überprüfen, ihre Erfahrungen auszutauschen und weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu erörtern.
