
Das 3D-Zentrum ist eine wichtige interdisziplinäre Entwicklungs- und Forschungswerkstatt an der Universität Pécs, die auf Initiative des Rektors gegründet wurde, um Forschungsgruppen aus verschiedenen Fakultäten der Universität durch den Einsatz von 3D-Druck- und Visualisierungstechnologien miteinander zu vernetzen und eine gemeinsame fachliche Plattform für Lehr-, Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu schaffen. Die Gründung des Zentrums wurde durch die langfristigen Ziele der Universität Pécs in den Bereichen Innovation und angewandte Entwicklung vorangetrieben, insbesondere angesichts der Tatsache, dass 3D-Technologien in den Bereichen Biomedizin, Ingenieurwesen und anderen wissenschaftlichen Disziplinen ein erhebliches Forschungs- und Anwendungspotenzial bieten. Von Beginn an stand die Initiative im Einklang mit dem interdisziplinären Ansatz der Universität und war eng mit den Bemühungen der Universität Pécs verbunden, die praktische Anwendung von Forschungsergebnissen zu stärken.
Im Laufe der Tätigkeit des 3D-Zentrums hat sich dessen Leistungsspektrum schrittweise erweitert; neben Aufgaben in den Bereichen 3D-Druck, Visualisierung und Modellierung wurde der Schwerpunkt auch auf Entwicklungs- und Forschungsbereiche wie Prototypenentwicklung, Materialprüfung, 3D-Scanning, Gussverfahren und Hardwareentwicklung gelegt. Der Gerätepark und das gesammelte Fachwissen ermöglichen eine hochkarätige Unterstützung bei einer Vielzahl von Forschungs- und Entwicklungsaufgaben, darunter die Entwicklung maßgeschneiderter technischer Lösungen, die Konzeption von Versuchssystemen, die Vorbereitung von Test- und Modellierungsprozessen sowie die Erstellung physischer Prototypen. Eine besondere Stärke des Zentrums besteht darin, dass es die Lücke zwischen theoretischer Forschung und praktischer Umsetzung schließt und so dazu beiträgt, die Anwendbarkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse zu verbessern.
In den letzten Jahren haben sich die Aktivitäten des 3D-Zentrums zunehmend auf Anwendungen in der Medizin und den Biowissenschaften verlagert; ein erster wichtiger Meilenstein in dieser Hinsicht war die Angliederung an das Zentrum für fortgeschrittene Medizintechnik (CAMTech) der Medizinischen Fakultät der Universität Pécs, wodurch die Grundlagen für eine engere Verzahnung von klinischem und ingenieurwissenschaftlichem Fachwissen geschaffen wurden.
Ab April 2026 wird das 3D-Zentrum seine Tätigkeit als Teil der Medizinischen Fakultät der Universität Pécs fortsetzen, wodurch die Verbindungen zur medizinischen Fakultät weiter gestärkt und Innovationen im Gesundheitswesen gefördert werden. Innerhalb dieses neuen organisatorischen Rahmens wird das Zentrum weiterhin den Forschungs-, Lehr- und Entwicklungszielen der Universität dienen, wobei der Schwerpunkt insbesondere auf Projekten liegt, die im Rahmen der Medizinischen Fakultät oder in Zusammenarbeit mit anderen akademischen Disziplinen der Universität durchgeführt werden.
Unsere Rolle im Bildungswesen
Das 3D-Zentrum – als Teil von CAMTech – spielt eine Schlüsselrolle in der medizinischen Ausbildung, indem es Lehr- und Kompetenzentwicklungsprozesse unterstützt. Unsere Aktivitäten erstrecken sich nicht nur auf die Entwicklung anatomischer Modelle und Demonstrationshilfen, die mittels 3D-Druck hergestellt werden, sondern auch auf die Konzeption und Fertigung von Simulatoren und Trainingshilfen, die die medizinische Ausbildung direkt unterstützen. Die von uns – in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für medizinische Kompetenzentwicklung und Innovation – entwickelten Lösungen bieten Studierenden und Dozenten eine realistische Trainingsumgebung. Unsere Forschungsgruppen tragen zudem aktiv zur Modernisierung der medizinischen Ausbildung in den Bereichen AR/VR-basierte Bildungslösungen sowie zur Entwicklung klinischer und vorklinischer Fertigkeiten bei.
Das 3D-Zentrum bietet zudem forschungsorientierte fachliche Unterstützung für Lehrveranstaltungen. Die Mitarbeiter betreuen Bachelor- und Doktorarbeiten, unterstützen bei der Vorbereitung auf die OTDK und fördern die Beteiligung der Studierenden an Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Darüber hinaus unterstützen wir die Studierenden bei spezifischen Aufgaben, die für ihre Abschlussarbeiten oder Veröffentlichungen erforderlich sind (wie beispielsweise die Herstellung von Prüfkörpern und materialwissenschaftliche Messungen).
Durch seine Betreuungs- und Forschungskooperationen trägt das Zentrum dazu bei, hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftler zu fördern und einen anwendungsorientierten Ansatz in den Bereichen Technologie und Innovation in den Bachelor- und Masterstudiengängen zu stärken. Die technologische Infrastruktur und die fachliche Kompetenz des Zentrums ermöglichen es den Studierenden, im Rahmen ihrer Forschungsarbeit praktische Erfahrungen mit modernsten additiven Technologien zu sammeln.