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Forschungen bzgl. Immuntherapie in Pécs und Debrecen

2 März 2020

Neben der traditionellen chirurgischen, Strahlen-, und Chemotherapie wird heutzutage die rasch entwickelnde Immuntherapie auch angewandt, um Krebs zu bremsen und behandeln. In diesem Fall wird der eigene Körper der Patienten zur Hilfe gerufen, um die Krebszellen zu entdecken. Das Verfahren hat aber mehrere Nebenwirkungen, im Körper können Entzündungen vorkommen. Deshalb werden neue Forschungen durchgeführt. Die Forscher in Pécs und Debrecen arbeiten an die Erschaffung solcher Therapien, die auch gegen die Entzündungen wirken.

Krebst verursacht jährlich den Tod von Millionen Menschen, er ist eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen der Menschheit. In 2018 haben James P. Allison und Hondzso Taszuku den medizinisch-physiologischen Nobel-Preis für die Erschaffung einer neuen Methodik in Krebstherapie erhalten. Die Tumortherapie basiert sich auf die Blockierung der negativen Immunregulation. Unser Immunsystem kann das Tumor erkennen und wenn erkannt, dann kann es das Tumor auch zerstören.

Ágnes Bartos, Oberärztin der Abteilung für Onkologie der I. Klinik für Innere Medizin und Onkologie der Semmelweis Universität hat im M5 Fernsehsender in der sog. Multiverzum Sendung erzählt, dass in jedem Körper, auch im gesunden, täglich Tumorzellen entstehen, aber wenn das Immunsystem richtig funktioniert, können die Immunzellen die bösartigen Zellen zerstören. Die Tumorzellen haben aber ein solchen Mechanismus, währenddessen sie versuchen, die Immunantworten zu bremsen oder zu blockieren. Eine der Hauptlinien der Immuntherapie blockiert die Funktion der suppressiven Lymphozyten, also hindert die Blockierungswirkung der Tumorzellen und so resultiert in die Erhöhung der Aktivität der Lymphozyten und Immunzellen. Also durch die Blockierung der Blockierung entsteht die Aktivitätserhöhung.

Die Immunonkologie zielt nicht auf die Zerstörung der Tumorzellen ab, wie die Chemotherapie. Stattdessen aktiviert sie den Körper und das Immunsystem. Die Heilungsmethode wird auch an mehreren Orten in Ungarn erfolgreich angewandt, vor allem im Falle von Melanomen oder Lungenkrebs. Laut Ágnes Bartos seien die Erfahrungen bei den klinischen Untersuchungen im Falle von Melanomen und Lungenkrebs am wirkungsvollsten, weil diese sog. immunogenische Tumoren seien. „Das bedeutet, dass die Tumorzellen an ihrer Oberfläche viele sog. antigenische Proteine, also Rezeptoren beinhalten, die für die Immunzellen signalisierend wirken.“ – hat sie hinzugefügt. Die Immunzellen erkennen diese Signale als fremd und daraufhin wird eine Immunantwort erstellt. Ágnes Bartos hat erzählt, dass die große Zahl an tumorösen Abweichungen bei Melanomen in den Genen wegen UV-Licht entstehen bzw. es werden solche Proteine hergestellt, die dann eine Immunantwort generieren.  Bei Lungenkrebs wird die hohe Zahl an Mutationen am Tumorzellen wegen Rauchen generiert, die dann sie erkennbar macht.

Das Verfahren hat aber mehrere Nebenwirkungen, im Körper können Entzündungen vorkommen. Deshalb werden neue Forschungen durchgeführt. Die Forscher in Pécs und Debrecen arbeiten an die Erschaffung solcher Therapien, die auch gegen die Entzündungen wirken. Basis der Forschung ist die Untersuchung der Wirkungen der Peptide. Peptide sind kleine Moleküle, aber ihre Wirkung auf den menschlichen Körper ist umso größer. Bei manchen neuro-degenerativen Krankheiten verändern sich die Polypeptide und dies führt zur Zerstörung der Nervenzellen.

Professorin Dr. Dóra Reglődi, Leiterin des Instituts für Anatomie der Medizinischen Fakultät der Universität Pécs hat erzählt, das Ziel sei die Anwendung dieses Verfahrens bei der menschlichen Heilung in der nahen Zukunft, dazu müssen aber die Mechanismen der einzelnen Krankheiten kenngelernt werden, wie sie entstehen und wie die Proteine ihre Weiterentwicklung blockieren. Die Resultate der jetzigen Forschung werden das Leben solcher Menschen erleichtern, die unter Haut- und Gelenkentzündungen leiden, aber sie können auch zur Erleichterung von anderen schmerzhaften Entzündungen beitragen.

Quelle (auf Ungarisch):

hirado.hu