Am 14. März füllten sich die Aulen des alten und des neuen Gebäudes der medizinischen Fakultät in Pécs mit kleinen Kindern und ihren Eltern, wo bereits zum vierzehnten Mal der „Teddy-Bär-Familientag“ veranstaltet wurde. Für die Veranstaltung hatten sich 1650 Personen registriert, doch viele kamen auch ohne Anmeldung zum Veranstaltungsort. Bei der Veranstaltung, die bis zum frühen Nachmittag dauerte, konnten die Kinder durch spielerische Aktivitäten den Arztberuf und die Abläufe der medizinischen Behandlung kennenlernen, und natürlich durfte auch die Teddybären-Operation nicht fehlen.
Die aus Schweden stammende Initiative „Teddy-Bär-Krankenhaus“ ist ein international anerkanntes Programm, das von Medizinstudenten und Ärzten aus verschiedenen Ländern koordiniert wird. Ihr Ziel ist es, dass Kinder durch spielerische Programme den Ablauf einer medizinischen Untersuchung kennenlernen und sich mit dem medizinischen Umfeld vertraut machen, damit sie in realen Situationen weniger nervös sind und ihre Ängste und ihre Anspannung abnehmen. Mit dem Familientag wollten die Organisatoren das „Iatrophobie “, also die Angst vor dem Arzt, abbauen.
Obwohl es Samstagvormittag war, füllten sich die Aulen der medizinischen Fakultät in Pécs mit Familien mit kleinen Kindern, wo sowohl die Kleinen als auch die Großen interessante Aktivitäten für sich entdecken konnten. Eines der beliebtesten Programme war die „Teddybär Ambulanz“, wo die Kinder anhand von Plüschbären verschiedene medizinische Eingriffe kennenlernen konnten und so quasi in die Rolle des Arztes schlüpften. Interessierte konnten unter anderem am Stand „Hallo, Rettungsdienst!“ erfahren, wie und was sie sagen sollten, wenn sie den Rettungsdienst anrufen müssen, während am Tisch „Sag mal ein lautes A“ die Besucher Informationen zum richtigen Zähneputzen und zur Mundpflege erhielten. In der „Teddybär Apotheke“ konnten die Teddy-Ärzte einen Einblick in die Prozesse der Arzneimittelherstellung gewinnen, und auch die „Teddybär-OP-s“ waren ununterbrochen im Einsatz.

Auch die Erwachsenen kamen bei dem vielfältigen Programm nicht zu kurz: Auf sie warteten vor allem Vorsorgeuntersuchungen und Wiederbelebungsstationen, und Eltern konnten sich zudem von Kinderärzten beraten lassen. Dorka Loján, Koordinatorin von Teddy Maci, seitens des Veranstalters, der Vereinigung der Medizinstudenten von Pécs (POE) betonte: Es sei für Sie eine besondere Freude gewesen, dass so viele Kinder an den Vorsorgeuntersuchungen teilgenommen hätten, was den pädagogischen Charakter des Programms deutlich mache.
Im Laufe des Tages trugen neben den Medizinstudenten auch Mitarbeiter der Polizei, des Katastrophenschutzes und des Rettungsdienstes dazu bei, medizinisches Wissen auf spielerische Weise zu vermitteln. Interessierte konnten sich hinter das Steuer eines Feuerwehrautos setzen und im Rettungswagen erfahren, wozu die verschiedenen Geräte dienen. Für die Kleinsten gab es dank des Natur- und Tierschutzvereins Misina einen Streichelzoo, und die Band Iszkiri sorgte für gute Stimmung. Es bildeten sich Schlangen beim Gesichtsbemalen und beim Basteln von Luftballontieren, und viele interessierten sich auch für die Sportprogramme der Studierenden des Instituts für Sportwissenschaft und Sportpädagogik der Naturwissenschaftliche Fakultät: Wer wollte, konnte Bogenschießen, an Sinnesübungen teilnehmen oder sich an Hindernisparcours, Ball- und Tanzspielen versuchen.
„Es war für uns eine besondere Ehre, dass auch die Teddy-Koordinatoren aus Szeged, Budapest und Debrecen die Einladung angenommen haben. Man kann sagen, dass ihr Besuch bereits zur Tradition geworden ist. Sie äußerten sich anerkennend über die Veranstaltung und konnten gleichzeitig wertvolle fachliche Erfahrungen sammeln“, fügte Dorka Loján hinzu.
Die Veranstaltung wurde vom Verein der Medizinstudenten in Pécs in Zusammenarbeit mit dem Ungarischen Bewerbungs- und Studentenservice Büro der Medizinischen Fakultät der Universität Pécs organisiert.
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Dávid Verébi
