Am 30. August fand die Eröffnungsfeier des neuen akademischen Jahres der Medizinischen und Pharmazeutischen Fakultät der Universität Pécs (PTE) in der Aula „Dr. György Romhányi“ in Pécs statt, wo nach den Begrüßungsreden, der Motivationsrede und der Angelobung auch Auszeichnungen an den leistungsstärksten Studenten*innen der höheren Semester verliehen wurden.
„Bei der Eröffnungsfeier ahnt noch niemand, wie viel alles vor ihm liegt, aber man muss auch nicht genau sehen, wohin der Weg führt, auf den man sich jetzt begibt. Es reicht, wenn Sie neugierig und aufgeschlossen sind“, erklärte Prof. Dr. Zsuzsanna Helyes, Vizerektorin der Universität Pécs, in ihrer Begrüßungsrede. Sie vertrat die Ansicht, dass eines der Geschenke der Studienzeit darin bestehe, dass die Student*inne diesen Ort als andere Menschen verlassen würden. Wie sie sagte, lernen sie trotz aller Schwierigkeiten und Rückschläge, Fragen zu stellen, zu zweifeln, Zusammenhänge zu erkennen, Entscheidungen zu treffen, zusammenzuarbeiten und Verantwortung für ihre Taten zu übernehmen.
„Wissen allein reicht nicht aus, wichtig sind auch die richtige Urteilsfähigkeit, Neugier, Integrität, Ausdauer und Menschlichkeit. Lernt nicht nur, was die Medizin- und Pharmaziewissenschaft heute wissen, sondern versucht auch zu erkennen, wozu sie noch nicht in der Lage ist!“, betonte Dr. Zsuzsanna Helyes.
Professor Dr. Ferenc Gallyas, Leiter des englischsprachigen Programms, gab den Erstsemestern mehrere wertvolle Ratschläge mit auf den Weg. Dazu gehörte die Entwicklung einer geeigneten Lernstrategie, die es ihnen erheblich erleichtern kann, ihre Prüfungen erfolgreich zu bestehen.
„Als ihr euch auf die Aufnahmeprüfung vorbereitet habt, hattet ihr jeden Tag Englischunterricht, doch jetzt seid ihr an der Universität. Möglicherweise werdet ihr Teil einer Gemeinschaft sein, in der viele in ihrer Muttersprache sprechen, und deshalb kann es vorkommen, dass ihr Englisch überhaupt nicht benutzt. Ich möchte euch jedoch ermutigen, diese Sprache nicht zu vergessen, Freunde zu finden und viel auf Englisch zu sprechen!“, erklärte er.
Dr. Péter Than, Prodekan und Leiter des deutschsprachigen Programms, berichtete, dass in diesem Jahr insgesamt 150 deutsche Student*innen in den Studiengängen Humanmedizin und Zahnmedizin aufgenommen wurden, von denen viele als Stipendiaten der KV Sachsen gekommen sind.
„Ab morgen beginnt eine lange und manchmal schwierige Zeit. Ihr werdet viele Aufgaben zu bewältigen haben, Hindernisse überwinden müssen und dabei vielleicht auch Zweifel verspüren, aber denkt daran, dass schon viele diesen holprigen Weg hinter sich haben. Sie werden nicht allein sein, Ihre Dozent*innen und Professor*innen werden Sie begleiten, und neben ihnen können Sie auch auf die Mitarbeiter der Fakultätsverwaltung zählen. Genießen Sie diese Jahre, nehmen Sie an den verschiedenen Programmen teil, lernen Sie die Stadt und das Land kennen! Schließen Sie viele Freundschaften, denn diese Beziehungen können zu wichtigen Unterstützungen für Sie werden!“, fügte er hinzu.
Ab 2023 können die neu aufgenommenen Student*innen bei der Eröffnungsfeier des Studienjahres an der Medizinischen Fakultät in Pécs eine Motivationsrede von ehemaligen Absolvent*innen der Fakultät hören. In diesem Jahr wandte sich Dr. Szimonetta Lohner, ordentliche Professorin am Institut für Präventivmedizin und Leiterin vom Lehrstuhl Cochrane Ungarn, an die Student*innen; sie leitet im Rahmen des „Aufschwung“-Programms auch eine Forschungsgruppe.
„Wenn ihr einen Hörsaal oder ein Labor betretet, denkt nicht nur daran, wie viel ihr hier lernen müsst, sondern genießt auch die Freude, dass ihr hier seid, dass ihr hier sein dürft!“, – sagte Dr. Szimonetta Lohner, die die Erstsemester bat, sich aufzuschreiben, warum sie diesen Studiengang gewählt haben, und diese Gedanken dann aufzubewahren. Wie sie sagte, sei dies wichtig, damit die Erstsemester*innen einen Anhaltspunkt hätten, falls sie einmal ins Wanken geraten oder ihr Ziel aus den Augen verlieren sollten.
Dr. András Fittler, Dekan der Pharmazeutischen Fakultät, bezeichnete den Tag der Studieneröffnung als Festtag, denn von nun an würden die jungen Menschen so viel Wissen und so viele Erfahrungen sammeln, an die sie sich auch nach ihrem Abschluss, in drei, fünf oder sechs Jahren, noch gerne zurückerinnern würden. Wie er sagte, müssen sie neben ihrem Studium auch verschiedene Fähigkeiten entwickeln, die später in der Arbeitswelt mindestens genauso wichtig sein werden wie das Wissen aus den Lehrbüchern.
„Eure Ausbildung und die Zeit, die ihr hier verbringt, werden zwar am kürzesten sein, aber ihr werdet die erfahrensten Studierenden sein. In weniger als zwei Jahren, an einem Tag Anfang Juli, werdet ihr wieder hier sitzen und auf eure Vereidigung als Biotechnologen warten. Ich hoffe, dass ihr erfolgreich sein werdet und all eure Anstrengungen diesem Beruf widmen werdet!“ – mit diesen Worten begrüßte Professor Dr. Péter Balogh, Leiter des Masterstudiengangs Biotechnologie, die Erstsemester.
Nach der Vereidigung der Erstsemester*innen begrüßte Balázs Takáts, Präsident der Studentenvertretung der Medizinischen Fakultät und Medizinstudent im fünften Studienjahr, seine Kommilitonen. Er betonte: Sie würden Teil einer Gemeinschaft werden, die ihnen stets zur Seite stehen werde, sich gemeinsam mit ihnen über ihre Erfolge freue und sie auch in schwierigen Zeiten unterstütze. Er ermutigte sie, aktiv am studentischen Leben teilzunehmen, da sie dadurch unvergessliche Erfahrungen sammeln könnten.
„In einer neuen Stadt, für viele von euch in einem neuen Land, beginnt ihr euer Studium an einer Fakultät, die in den vor euch liegenden Jahren zu einem wichtigen Teil eures Lebens werden wird. Schaut euch um! Viele derjenigen, die heute neben euch sitzen, sind euch noch völlig unbekannt, doch schon bald werdet ihr Kommilitonen und dann Freunde sein. Wenn ich euch heute nur eine einzige Sache sagen könnte, dann wäre es diese: Ihr seid auf diesem Weg nicht allein. Wenn ihr Fragen, Probleme oder Ideen habt oder einfach nur mit jemandem reden möchtet, dann wendet euch vertrauensvoll an uns! Unsere Tür steht euch immer offen!“, sagte Sahil Alam Ansari, Student im zweiten Jahr des Englisch-Studiengangs.
Emily-Sophie Marth, Studentin im fünften Jahr des deutschen Programms, sprach darüber, dass für Erstsemester vielleicht noch alles neu und fremd sei, aber dass dieser Ort nach einigen Jahren zu ihrem Zuhause werde. Sie betonte: Man solle sich trauen, Fragen zu stellen und Fehler zu machen, denn auch aus Fehlern könne man Erfolg schmieden.
„Wenn ihr eines Tages auf diese Jahre zurückblickt, werden euch neben den Vorlesungen und Prüfungen auch viele kleine, wertvolle Momente in den Sinn kommen: das gemeinsame Lernen, euer erster Auftritt im weißen Kittel, die ersten Patienten – und ihr werdet sehen, wie weit ihr gekommen seid“, sagte sie.
Im Rahmen der Feier wurden den Student*innen, die in den letzten zwei Semestern alle vorgeschriebenen Pflichtfächer ihres Jahrgangs absolviert hatten und deren korrigierter Kreditindex über 4,5 lag, die Urkunden für überragende Akademische Leistungen überreicht.
Folgende Student*innen haben eine Urkunde erhalten:
2. Studienjahr, Humanmedizin:
Péter Bucsincsák
Tamás Csigó
Laura Duchon
Borbála Grósz
Hashemi Nasab Seyed Parsa
Zsófia Kandár
Flóra Lábas
Emese Paluska
Bendegúz Varga
Humanmedizin, englisches Programm:
Seulgi Shin
Lisa Tanabe
Keunjae Yang
Humanmedizin, deutsches Programm:
Moritz Jaron Muhl
Studiengang Zahnmedizin:
Dénes Mihály Berényi
Tamás Erdős
Ákos Juhász
Odett Keller
Dominik Kertész
Máté Melles
Noémi Vollár
Studiengang Zahnmedizin, englisches Programm
Afzalkhuja Pulatkhodjaev
3. Studienjahr, Humanmedizin:
Illés Csonka
Virág Halász
Kitti Krebsz
Lara Kata Nagy
Réka Nemes
Máté Németh
Levente Pintér
Eszter Závodi
Humanmedizin, englisches Programm:
Hamza Bin Ahmad
Britt De Haas
Aseman Naghshineh Hyunjun Pyo
Stella Kristin Stene-Johansen
Humanmedizin. deutsches Programm:
Elias Valentin Keßeler
Studiengang Zahnmedizin:
Anna Ráduly
Studiengang Zahnmedizin, englisches Programm:
Amirreza Sadeghian
4. Studienjahr, Humanmedizin:
Zsófia Doma
Humanmedizin, englisches Programm:
Jakob Heiberg Johansen
Eirik Engen Heier
Humanmedizin, deutsches Programm:
Moritz Krauß
Studiengang Zahnmedizin:
László Bendegúz Jámbor
Kitti Nikol Ruzsics
5. Studienjahr, Humanmedizin:
Laura Mundrucz
Ivett Erika Puskás
Humanmedizin, englisches Programm:
Aleksander Flingtorp
Humanmedizin, deutsches Programm:
Johanna Hutzler
Studiengang Zahnmedizin:
Marcell Pákay-Szabó
Zahnmedizin, deutsches Programm:
Amelie Plath
6. Studienjahr, Studiengang Humanmedizin:
Lilla Csete
Humanmedizin, deutsches Programm:
Laurenz Schulte Eistrup
Ab 2023 können auch ungarische Student*innen des jeweiligen Jahrgangs den Zoltán-Gregus-Preis entgegennehmen, wenn sie in dem jeweiligen Jahr bei den schriftlichen Prüfungen in den Fächern „Pharmakologie I“ und „Pharmakologie II“ in beiden Semestern die herausragendsten Leistungen erbracht haben. Die Urkunde, die die Verleihung des Preises bestätigt, sowie das Preisgeld werden jährlich an einen Studenten überreicht. Auf der Grundlage der Entscheidung der Dozent -innen des Instituts für Pharmakologie und Pharmakotherapie wird in diesem Jahr der Zoltán-Gregus-Preis an Kristóf Káposztás verliehen
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Dávid Verébi
