Lehrende und Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Pécs beteiligten sich auch in diesem Jahr aktiv an der Jahrestagung der Association of Medical Schools in Europe (AMSE), die vom 10. bis 12. September in Vilnius stattfand. Das von der dortigen medizinischen Fakultät organisierte internationale Treffen widmete sich aktuellen Herausforderungen der akademischen Medizin und der medizinischen Ausbildung.
Im Rahmen des dreitägigen wissenschaftlichen Programms diskutierten Führungskräfte, Lehrende, Forschende, Angehörige der Gesundheitsberufe und Studierende medizinischer Fakultäten aus Europa und darüber hinaus über die Zukunft der medizinischen Ausbildung, die Verbindung zwischen Forschung und Patientenversorgung, den Einsatz künstlicher Intelligenz und digitaler Technologien, personalisierte Medizin, Nachhaltigkeit sowie Fragen der psychischen Gesundheit und des Wohlbefindens von Studierenden.
Auch Bildungsinnovationen der Medizinischen Fakultät der Universität Pécs waren im Schwerpunktprogramm der Konferenz vertreten. Dr. Andrea Tamás, Professorin am Institut für Anatomie, Präsidentin des Demonstratorenzirkels und Mitglied des AMSE-Vorstands, hielt einen Vortrag mit dem Titel „Das Near-Peer-Lehrmodell der Medizinischen Fakultät der Universität Pécs“. In ihrem Vortrag stellte sie das auf jahrzehntelanger Tradition basierende, strukturierte Near-Peer-Lehrsystem und dessen Integration in die medizinische Ausbildung vor. Darüber hinaus moderierte sie als Co-Vorsitzende die Podiumsdiskussion „Arbeiten im Gesundheitswesen auf dem Land oder in der Großstadt: Wohin führt Ihr zukünftiger Berufsweg?“, in der zukünftige Karrierewege und Beschäftigungsmöglichkeiten junger Ärztinnen und Ärzte erörtert wurden.
Die Vertreterinnen und Vertreter der Medizinischen Fakultät Pécs präsentierten auf der Tagung zudem verschiedene Vorträge und Poster.
Dr. Orsolya Börner, Assistenzprofessorin an der Klinik für Traumatologie und Handchirurgie des Klinischen Zentrums der Universität Pécs, hielt einen Vortrag mit dem Titel „Vorbereitung nicht-augenärztlich ausgebildeter Untersuchender auf das bettseitige Sehscreening: eine kompetenzbasierte Pilotstudie zur Ausbildung“. In der Studie wurde untersucht, wie erfolgreich Pflegekräfte und Medizinstudierende nach einer strukturierten theoretischen und praktischen Schulung praktische Fertigkeiten zur tabletbasierten Prüfung der Sehschärfe und des Stereosehens erwerben können. An der Studie wirkten außerdem Dr. Eszter Mikó-Baráth, Dr. Zsuzsanna Varga, Dr. Adrienne Csutak, Dr. Balázs Patczai und Dr. Vanda Ágnes Nemes mit.
Das Poster mit dem Titel „Personalisierte Ernährung bei Zöliakie: die ARCTIC-Studie“ wurde von Dr. Zsófia Vereczkei, Dr. Zsolt Szakács, Dr. Míra Zsófia Peresztegi, Dr. Klára Lemes, Dr. Krisztina Hagymási, Dr. Sarolta Dakó, Dr. Eszter Dakó, Dr. Szilvia Lada, Dr. Nándor Faluhelyi, Dr. Gábor Szekeres, Dr. Gyula Pásztor, Dr. Nelli Farkas, Dr. Gabriella Pár, Dr. Emese Mezősi und Dr. Judit Bajor erarbeitet.
Die in Pécs durchgeführte Forschungsarbeit auf dem Gebiet der personalisierten Ernährung wurde von Dr. Míra Zsófia Peresztegi, Assistenzärztin an der Klinik für Geburtshilfe und Gynäkologie des Klinischen Zentrums der Universität Pécs, vorgestellt. Das Poster präsentierte die prospektive, randomisierte ARCTIC-Studie, in der die Möglichkeiten einer personalisierten Ernährungsintervention auf Grundlage der Prinzipien der mediterranen Ernährung bei Zöliakie untersucht werden. Langfristiges Ziel der am I. Institut für Innere Medizin des Klinischen Zentrums der Universität Pécs durchgeführten Studie ist es zu untersuchen, ob eine personalisierte ernährungsmedizinische Betreuung zusätzlich zur glutenfreien Ernährung dazu beitragen kann, das metabolische Risiko der Patientinnen und Patienten zu senken und eine günstigere Körperzusammensetzung zu fördern.
Dr. Kristóf Filipánits, Präsident des György-Romhányi-Kollegs für Begabtenförderung und Assistenzarzt an der Klinik für Rheumatologie, Immunologie und muskuloskelettale Rehabilitation des Klinischen Zentrums der Universität Pécs, präsentierte ein Poster mit dem Titel „Von Studierenden organisierte Konferenzen als lebendige Labore für Innovationen in der medizinischen Ausbildung: das Modell ROMCON 2026“.
Die vom György-Romhányi-Kolleg für Begabtenförderung organisierte internationale wissenschaftliche Konferenz wurde dabei als studierendenzentriertes Bildungsökosystem vorgestellt, das wissenschaftliche Kommunikation mit Innovationen in der medizinischen Ausbildung, Near-Peer-Lehre, der Entwicklung studentischer Führungskompetenzen, internationaler Zusammenarbeit und dem Wohlbefinden der Studierenden verbindet. An der wissenschaftlichen Arbeit wirkten außerdem Dr. Míra Zsófia Peresztegi, Dr. Marcell Schmidt, Dr. Máté Szemes, Dr. Andrea Tamás und Dr. Dóra Reglődi mit.
Die Teilnahme an der Konferenz wurde von der Leitung der Medizinischen Fakultät der Universität Pécs unterstützt.
Fotos:
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Evelina Sabaliauskaite
Dr. Kristóf Filipánits
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