Die ungarischen Experimente übertrafen die Erfolgsquote der NASA auf der ISS

19 August 2025

Die Erfolgsquote des von ungarischen Forschern zusammengestellten wissenschaftlichen Portfolios übertraf die durchschnittliche Erfolgsquote der von der NASA durchgeführten Experimente, erklärte der Astronaut Tibor KAPU nach seiner Rückkehr nach Ungarn am 18. August. Die Universität Pécs trug mit drei unabhängigen Forschungsgruppen und zwei Konsortialprojekten zu der Mission bei und eröffnete damit neue Horizonte in den Bereichen 3D-Druck, Schwerelosigkeitsforschung am Gehirn und biomedizinische Experimente.

Tibor Kapu war vom 25. Juni bis zum 15. Juli als Mitglied der Axiom-4-Mission auf der Internationalen Raumstation, und hat 25 wissenschaftliche Experimente durchgeführt.

„Ungarn hat in zwei Wochen in so wichtigen Bereichen wie Medizin, Materialwissenschaften, Strahlungsmessung, Biologie, Physik, Meteorologie und Agraringenieurwesen Jahren nach vorne gesprungen“, sagte der Forschungsastronaut laut einem Bericht der MTI.

Er fügte hinzu, dass es noch einige Monate dauern werde, bis die Ergebnisse vorgelegt werden können, aber der Erfolg des von den ungarischen Forschern zusammengestellten wissenschaftlichen Portfolios habe die durchschnittliche Erfolgsquote der von der NASA durchgeführten Experimente übertroffen.

Projekte der Forscher aus Pécs auf der Internationalen Raumstation

Wie wir schon früher berichteten, hat die Universität Pécs mit drei unabhängigen Forschungsgruppen und zwei Konsortialprojekten zu dieser Mission beigetragen und damit neue Horizonte in den Bereichen 3D-Druck, Schwerelosigkeitsforschung am Gehirn und biomedizinische Experimente eröffnet.

Das Projekt namens MagyAR (Neuromotion VR) untersuchte mit einzigartigen technologischen Geräten kognitive und physiologische Veränderungen im Weltraum, um Antworten darauf zu finden, wie sich die geistigen Fähigkeiten während einer Weltraummission verändern und welche Gehirn- und anderen Körperprozesse dahinter stehen könnten.

Die Forschungsgruppe PTE-3D–ESEL3D schloss sich dem Programm HUNOR – Hungarian to Orbit mit Experimenten auf dem Gebiet der Materialwissenschaften an. Ziel ihrer Forschung ist es, zu untersuchen, wie sich Weltraumbedingungen – beispielsweise Mikrogravitation, kosmische Strahlung und Vibrationen während des Starts und Wiedereintritts – auf die Struktur, die mechanischen und mikrobiologischen Eigenschaften der 3D-gedruckten Proben auswirken.

Das ebenfalls aus Pécs stammende Programm „Step in Space“ (SiS) präsentiert die wissenschaftliche und menschliche Seite der HUNOR-Mission in VR, die im HUNOR-Besucherzentrum HUNIVERZUM in Budapest zu sehen ist.

„Schaut mal, was alles die Ungarn hierher gebracht haben!“

„Jedes Mal, wenn ich auf der Raumstation ein spektakuläres oder bedeutendes Experiment durchgeführt habe, sagten meine Kollegen anerkennend zueinander: Schaut mal, was alles die Ungarn hierher gebracht haben!“

– sagte Tibor KAPU auf der Pressekonferenz nach seiner Rückkehr. Er glaubt, dass es in dieser nun beginnenden spannenden Ära darum gehen wird, Experimente in vielen Teilen des Landes zu bewerten und weiterzuentwickeln sowie die Zukunft der Weltraumforschung in Ungarn vorzubereiten.

Forscher der Medizinischen Fakultät im ungarischen Raumfahrtnetzwerk

Neun Universitäten und zwei Ministerien haben sich auf die Gründung eines Raumfahrtnetzwerks namens „Hungarian Spacelab Network” geeinigt. Die Unterzeichnungszeremonie fand an dem Tag statt, an dem der Astronaut Tibor KAPU zur Erde zurückkehrte. Mitglieder der Kooperation: Semmelweis-Universität, Technische und Wirtschaftswissenschaftliche Universität Budapest, Eötvös-Loránd-Universität, Óbuda-Universität, Universität Pécs, Universität Debrecen, Universität Szeged, Universität Miskolc, Széchenyi-István-Universität, Ungarisches Außenministerium, Ministerium für Kultur und Innovation, HUN-REN-Netzwerk für Ungarische Forschung. Neben dem Fokus auf Wissen und Innovation ist es das Ziel des ungarischen Spacelab-Netzwerks, die Rolle Ungarns in der internationalen Weltraumforschung zu stärken, die notwendige Infrastruktur zu entwickeln und Brücken zwischen Wissenschaft, Industrie und staatlichen Akteuren auszubauen.

Wie bereits erwähnt, leistet die Medizinische Fakultät der Universität Pécs mit drei unabhängigen Forschungsgruppen und zwei Konsortialprojekten einen Beitrag zum ungarischen Spacelab-Netzwerk: ESEL3D, MagyAR und Step in Space.

Im Rahmen des Programms „HUNOR – Hungarian to Orbit“ suchen Forscher der Universität Pécs nach Antworten auf Fragen, die für die langfristigen Weltraummissionen der kommenden Jahrzehnte von entscheidender Bedeutung sind: Wie verändern sich das menschliche Gehirn und die Wahrnehmung im Weltraum? Welche Materialien sollten mit 3D-Drucktechniken auf der Internationalen Raumstation hergestellt werden? Wie bewältigen sie die Bedingungen außerhalb der Erde? Als Konsortialpartner werden sie auf der Internationalen Raumstation auch Paprika anbauen, die nicht nur essbar sind, sondern deren Blätter auch Vitamine und Spurenelemente enthalten, die für Astronauten in höheren Dosen unverzichtbar sind.

Fotos:

youtube.com

MTI/Boglárka Bodnár

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